Kurze Antwort
Ein bezahlter Shoutout ist so viel wert, wie er wieder einspielt, nicht so viel, wie die Reichweite des Verkäufers verspricht. Frag vor dem Bezahlen nach aktuellen Ergebnissen, Herkunftsländern der Zielgruppe und echten Statistiken, gib jeder Promo einen eigenen Tracking-Link und notiere die Kosten. Bewerte sie nach Kosten pro zahlendem Fan und nach dem Nettoumsatz der neuen Fans nach 7, 30 und 90 Tagen, nicht nach Abonnentenzahl oder Lifetime-Umsatz. Kauf nur nach, was sich bezahlt macht.
Das Wichtigste
- Die Followerzahl ist der schwächste Maßstab für einen Preis: Geh davon aus, was dir ein zahlender Fan wert ist.
- Frag den Verkäufer vor dem Bezahlen nach aktuellen Link-Ergebnissen, Ländern der Zielgruppe und datierten Statistiken.
- Jeder Shoutout bekommt einen eigenen Tracking-Link, daneben Preis, Datum, Format und Verkäufer.
- Vergleiche Promos nach Kosten pro zahlendem Fan und Nettoumsatz in festen Zeitfenstern, nie nach Lifetime-Umsatz.
- Führe ein Promo-Log und kauf nur bei Verkäufern nach, deren Promos sich amortisiert haben.
Arten bezahlter Promotion
Bezahlte Shoutouts gibt es in mehreren Formen, und jede verhält sich anders. Der Preis ist nur ein Teil der Rechnung: Entscheidend ist, wer den Beitrag sieht, ob man mit ein oder zwei Klicks abonnieren kann und ob diese Art von Publikum normalerweise kauft. Bevor du Angebote vergleichst, sei dir im Klaren, welche dieser Varianten du kaufst.
- Creator-Shoutouts: Eine andere OnlyFans-Creatorin bewirbt deine Seite bei ihren Abonnenten, im Feed, in einer Story oder per Massennachricht. Dieses Publikum zahlt bereits für Inhalte, deshalb konvertieren solche Shoutouts oft besser als Social-Media-Traffic. Fließt kein Geld, ist es ein S4S-Tausch.
- Promo-Seiten auf Social Media: Accounts auf Instagram, TikTok, Telegram oder ähnlichen Plattformen, die Posts oder Storys verkaufen. Die Reichweite kann groß sein, aber das Publikum ist gemischt, und es gelten die Regeln der jeweiligen Plattform zu Werbung für Erwachseneninhalte.
- Promo-Accounts auf Reddit und X: Accounts oder Communitys, die deine Inhalte gegen Bezahlung mit Link posten. Das Ergebnis hängt von der Community, der Uhrzeit und davon ab, ob der Account die Regeln von Reddit und des jeweiligen Subreddits einhält.
Wie Shoutout-Preise meist entstehen
Eine öffentliche Preisliste für Shoutouts gibt es nicht, und die Angebote unterscheiden sich selbst zwischen ähnlich großen Verkäufern stark. Die meisten berechnen nach Reichweite: Follower bei Social-Media-Seiten, aktive Abonnenten bei OnlyFans-Creatorn. Auch das Format verändert den Preis. Ein einzelner Post, der nach wenigen Stunden im Feed verschwindet, kostet weniger als ein Post, der 24 Stunden stehen bleibt, ein angepinnter Post oder eine Story über mehrere Tage, und eine Massennachricht an die Abonnenten einer Creatorin ist meist die teuerste Variante.
Die Reichweite ist der schwächste Maßstab für einen Preis. Eine Seite mit weniger, aber aktiven und zahlungsbereiten Followern in deinen Zielländern kann mehr wert sein als eine riesige Seite voller inaktiver oder gefälschter Accounts. Besser ist es, davon auszugehen, was du pro zahlendem Fan ausgeben kannst. Wenn ein neuer zahlender Fan dir in den ersten 30 Tagen typischerweise einen bestimmten Nettobetrag bringt, ist ein fairer Preis einer, den eine realistische Zahl zahlender Fans deckt. Zeigen die bisherigen Ergebnisse des Verkäufers, dass es deutlich mehr bräuchte, ist der Preis für dich zu hoch, egal was der Followerzähler sagt.
Was du den Verkäufer vor dem Bezahlen fragen solltest
Ein seriöser Verkäufer beantwortet die meisten dieser Fragen ohne Zögern. Vage Antworten, Screenshots ohne erkennbares Datum oder Druck, sofort zu zahlen, sind Warnsignale. Frag schriftlich, damit du Angebote später vergleichen kannst und etwas in der Hand hast, falls etwas schiefgeht.
Sei vorsichtig bei Verkäufern, die eine feste Zahl an Abonnenten versprechen. Gekaufte Follower und Bots lassen eine Seite groß wirken und können sogar Abonnenten schicken, die nie zahlen. Unser Ratgeber zu Fake-Abonnenten aus Promos zeigt, wie du sie erkennst, bevor sie deine Zahlen verzerren.
- Aktuelle Ergebnisse mit Creatorn, die dir ähneln: Abonnenten und idealerweise zahlende Fans aus Tracking-Links, nicht nur Klicks.
- Zielgruppe nach Land und Sprache, denn Fans aus verschiedenen Märkten geben sehr unterschiedlich viel aus.
- Beispielstatistiken der letzten Wochen: Reichweite, Aufrufe, Story-Views oder bei Creatorn aktive Abonnenten statt der Gesamtzahl seit jeher.
- Das genaue Format: Post, Story, angepinnter Post oder Massennachricht, wie lange er online bleibt und um welche Uhrzeit er erscheint.
- Wie viele andere Creator am selben Tag beworben werden, denn zehn Shoutouts in einem Post teilen sich die Aufmerksamkeit.
- Was passiert, wenn der Post früher gelöscht wird oder gar nicht erscheint.
Ein Tracking-Link pro Promo
Leg für jeden Shoutout einen eigenen OnlyFans-Tracking-Link an, auch wenn du mehrere beim selben Verkäufer kaufst. Teilen sich zwei Promos einen Link, weißt du nicht, welche funktioniert hat, und die Zahlen helfen dir beim nächsten Kauf nicht. Benenne jeden Link nach einem festen Muster, etwa Quelle, Verkäufer, Datum und Format, damit jeder im Team ihn auch Monate später versteht.
Notiere neben dem Link, was du bezahlt hast, wann der Post live ging, das Format und den Handle des Verkäufers. OnlyFans zeigt Klicks und Abonnenten pro Link, den Umsatz pro Promo musst du aber aus den Fans berechnen, die über den Link gekommen sind. Unser Ratgeber zu Tracking-Links erklärt Einrichtung und Benennung genauer.
Kosten pro Abonnent oder Kosten pro zahlendem Fan
Die Kosten pro Abonnent sind der Preis geteilt durch die neuen Abonnenten, die der Link gebracht hat. Sie sind schnell berechnet und reichen für einen ersten Vergleich, belohnen aber Promos, die viele Leute bringen, die nie etwas ausgeben. Die Kosten pro zahlendem Fan teilen den Preis durch die neuen Fans, die überhaupt etwas ausgegeben haben: eine Verlängerung, ein Trinkgeld oder eine bezahlte Nachricht. Diese Zahl zeigt dir, ob das Publikum das richtige war.
Der Unterschied ist bei kostenlosen Seiten am größten. Eine Gratisseite zu abonnieren kostet nichts, deshalb sehen die Abonnentenzahlen beeindruckend aus, auch wenn die meisten dieser Fans vielleicht nie kaufen. Auf einer Bezahlseite hat jeder Abonnent mindestens einmal gezahlt, deshalb liegen die Kosten pro Abonnent näher am echten Wert, aber Verlängerungen und bezahlte Nachrichten entscheiden trotzdem, ob die Promo Geld gebracht hat. Vergleiche Promos für Gratisseiten untereinander und Bezahlseiten mit Bezahlseiten.
ROI nach Zeitfenster statt Lifetime-Umsatz
Miss den Nettoumsatz, den die neuen Fans nach ihrem Abo erzeugt haben, in festen Zeitfenstern: 7 Tage für einen ersten Eindruck, 30 Tage für einen fairen Vergleich zwischen Promos und 90 Tage, um zu sehen, ob die Fans geblieben sind. Rechne nach der OnlyFans-Gebühr und nach Rückerstattungen oder Chargebacks. Der ROI ist Nettoumsatz minus Kosten, geteilt durch die Kosten. Die Amortisationszeit ist die Zahl der Tage, bis die laufende Summe den Preis deckt.
Vermeide den Lifetime-Umsatz. Kommt ein ehemaliger Fan über einen neuen Link zurück, kann alles, was er in früheren Jahren ausgegeben hat, der neuen Promo gutgeschrieben werden, und ein mittelmäßiger Shoutout wirkt plötzlich hervorragend. Zähle nur Ausgaben ab dem Abodatum. Ein hypothetisches Beispiel: Ein Shoutout für 200 € bringt 50 Abonnenten, von denen 8 etwas ausgeben. Ihr Nettoumsatz liegt nach 7 Tagen bei 90 €, nach 30 bei 260 € und nach 90 bei 410 €. Die Kosten pro Abonnent betragen 4 €, pro zahlendem Fan 25 €, der ROI liegt bei 30% nach 30 Tagen und 105% nach 90, amortisiert etwa ab Tag 22.
Ergebnisse festhalten und über den Nachkauf entscheiden
Führe ein einfaches Promo-Log: Verkäufer, Format, Datum, Preis, Linkname, Abonnenten, zahlende Fans und Nettoumsatz nach 7, 30 und 90 Tagen. Nach ein paar Käufen siehst du, welche Verkäufer Käufer bringen und welche nur Zahlen. Kauf bei denen nach, deren Promos sich in einem für dich akzeptablen Zeitraum amortisiert haben, verhandle Preis oder Format mit denen neu, die knapp dran waren, und hör beim Rest auf. Ergebnisse lassen außerdem nach, wenn dasselbe Publikum dich immer wieder sieht, also prüfe, ob ein zweiter Shoutout so gut läuft wie der erste.
Bleib bei der Promotion innerhalb der Regeln: Für deine Seite gelten die Nutzungsbedingungen von OnlyFans, und die Plattform, auf der der Shoutout läuft, hat eigene Regeln zu Erwachseneninhalten und bezahlter Werbung. Kauf niemals Fake-Abonnenten oder Fake-Engagement. Mit dem kostenlosen Promo-ROI-Rechner von FansTracker kannst du diese Zahlen schon heute durchrechnen. Der Promo-Tracker mit Umsatz pro Promo, ROI pro Zeitfenster und Amortisationskurve ist in Entwicklung. Bis dahin kombinierst du den Rechner mit einer Tabelle und den Abonnentenzahlen, die du bereits in den Aktivitätsanalysen siehst.
Schritt für Schritt
- Art des Shoutouts wählen. Entscheide zwischen Creator-Shoutout, Promo-Seite auf Social Media oder Promo-Account auf Reddit oder X, je nachdem, wo sich deine wahrscheinlichen Käufer aufhalten.
- Verkäufer befragen. Frag nach aktuellen Link-Ergebnissen, Ländern der Zielgruppe, datierten Statistiken, dem genauen Format und wie viele Creator sich den Post teilen.
- Eigenen Tracking-Link anlegen. Leg einen OnlyFans-Tracking-Link nur für diese Promo an und benenne ihn mit Quelle, Verkäufer, Datum und Format.
- Kauf protokollieren. Trag Preis, Veröffentlichungszeit, Format und Handle des Verkäufers neben dem Linknamen in dein Promo-Log ein.
- Nach 7, 30 und 90 Tagen messen. Zähle Abonnenten, zahlende Fans und Nettoumsatz nur ab dem Abodatum und berechne Kosten pro zahlendem Fan, ROI und Amortisationszeit.
- Über den Nachkauf entscheiden. Wiederhole, was sich amortisiert hat, verhandle neu, was knapp war, und streiche Verkäufer, die nur nicht zahlende Abonnenten bringen.