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Wie viel Prozent nimmt eine OnlyFans Agentur? Aufteilungen erklärt

Kaufberatung · Zuletzt geprüft

Kurze Antwort

Einen Standardsatz gibt es nicht. Häufig genannt werden etwa 20 bis 30 % für reines Marketing oder Promotion und rund 40 bis 50 %, manchmal mehr, für das Komplettmanagement mit Chat, Content-Planung und Promotion. Die meisten Agenturen rechnen ihren Anteil auf die Nettoeinnahmen, nachdem OnlyFans seine 20 % einbehalten hat, manche aber auf brutto, und das verändert das Ergebnis deutlich. Eine faire Aufteilung passt zu den Leistungen, Stunden und Kosten, die die Agentur wirklich trägt.

Das Wichtigste

  • Häufig genannt werden 20 bis 30 % für reines Marketing und 40 bis 50 % oder mehr für Komplettmanagement; keiner dieser Werte ist ein Standard.
  • Prüfe immer, ob der Prozentsatz auf brutto oder netto berechnet wird: Bei brutto trägt die Creatorin die OnlyFans Gebühr allein.
  • Vergleiche die Aufteilung mit Leistungen, abgedeckten Stunden und echten Kosten der Agentur, nicht nur mit anderen Prozentsätzen.
  • Software mit Umsatzprovision nimmt ein zweites Stück vom selben Umsatz; Festpreise halten die Marge planbar.
  • Lass dir Berechnung, Kosten und Ausstiegsregeln vor der Unterschrift schriftlich geben.

Häufig genannte Aufteilungen

Agenturen veröffentlichen keine offiziellen Preislisten, und die Deals unterscheiden sich stark nach Markt, Größe der Creatorin und Leistungsumfang. Trotzdem tauchen in Creator-Foren, Agentur-Angeboten und öffentlich geteilten Verträgen immer wieder ähnliche Spannen auf. Sieh sie als häufig genannte Werte, nicht als Regeln oder als Richtwerte, auf die jemand Anspruch hat.

Wo ein Deal innerhalb dieser Spannen landet, hängt davon ab, wer die Kosten trägt, wie viele Stunden abgedeckt sind, wie groß das bestehende Publikum ist und wie lange der Vertrag läuft. Ein niedriger Prozentsatz, bei dem die Creatorin zusätzlich die Werbung bezahlt, kann am Ende teurer sein als ein höherer, bei dem die Agentur alles übernimmt.

  • Nur Marketing oder Promotion (Social Media, Shoutouts, Traffic): häufig genannt werden etwa 20 bis 30 % der Einnahmen.
  • Nur Chat (die Chatter der Agentur betreuen Inbox und PPV-Verkäufe): oft irgendwo dazwischen, etwa 30 bis 40 %.
  • Komplettmanagement (Chat, Content-Planung, Promotion und Account-Strategie): häufig genannt werden etwa 40 bis 50 %.
  • Über 50 %: wird genannt, wenn die Agentur auch Content-Produktion oder große Werbebudgets finanziert, oder bei neuen Creatorinnen mit kaum Publikum. Prüfe genau, was du dafür bekommst.

Prozentsatz, Fixpreis oder Mischmodell

Ein Prozentsatz der Einnahmen ist das häufigste Modell, weil er das Einkommen der Agentur an die Ergebnisse koppelt: Sinken die Einnahmen, sinkt auch ihr Anteil. Der Nachteil für die Creatorin ist, dass die Agentur auch an Einnahmen mitverdient, die sie nicht geschaffen hat, zum Beispiel an Abos von Fans, die schon vor dem Deal da waren.

Ein fester Monatspreis ist planbar und passt am besten zu einer klar definierten Leistung, etwa einer festen Zahl an Chat-Stunden oder einem Social-Media-Paket. Das Risiko liegt dann bei der Creatorin, denn der Betrag ist auch in einem schwachen Monat fällig. Mischmodelle kombinieren eine kleinere Grundgebühr mit einem niedrigeren Prozentsatz oder berechnen den Prozentsatz nur auf das Wachstum über einer zu Beginn vereinbarten Basis. Eine solche Basis ist für etablierte Creatorinnen oft fairer: Die Agentur wird für das bezahlt, was sie zusätzlich bringt, nicht für das Publikum, das schon da war.

Brutto oder netto: ein Rechenbeispiel

OnlyFans behält 20 % dessen ein, was Fans zahlen, und die Creatorin erhält die übrigen 80 %, so steht es in den Nutzungsbedingungen. Im Vertrag muss stehen, ob der Prozentsatz der Agentur auf den Bruttobetrag berechnet wird, also das, was Fans bezahlt haben, oder auf den Nettobetrag, den die Creatorin tatsächlich bekommt. Die meisten Agenturen rechnen netto, aber nicht alle, und der Unterschied ist groß.

Nimm einen Monat, in dem Fans 10.000 € für Abos, Trinkgelder und PPV ausgeben. OnlyFans behält 2.000 €, die Creatorin erhält 8.000 €. Bei 40 % auf netto bekommt die Agentur 3.200 € und die Creatorin behält 4.800 €. Bei denselben 40 % auf brutto bekommt die Agentur 4.000 € und die Creatorin nur noch 4.000 €: Sie trägt die gesamte Plattformgebühr allein, und der echte Anteil der Agentur am Netto steigt auf 50 %. Mit dem kostenlosen Gebührenrechner weiter unten kannst du das mit deinen eigenen Zahlen durchrechnen.

Klärt außerdem, wie Rückerstattungen und Chargebacks behandelt werden, welche Einnahmen zählen (Abos, Nachrichten, Trinkgelder, Empfehlungen), wie Währungsumrechnung läuft und wie oft abgerechnet wird. Die Berechnung sollte auf jeder Abrechnung stehen, damit beide Seiten sie in einer Minute prüfen können.

Welche Leistungen welchen Anteil rechtfertigen

Ein Prozentsatz ergibt nur Sinn zusammen mit der Liste der Arbeit dahinter. Eine Agentur, die ein paar Mal pro Woche auf Social Media postet, leistet viel weniger als eine, die die Inbox fast den ganzen Tag besetzt. Lass dir die Leistungen schriftlich geben und vergleiche sie Punkt für Punkt mit der Aufteilung.

Egal auf welchem Niveau: Die Arbeit muss innerhalb der OnlyFans Regeln bleiben. Agenturen, die Fake-Abonnenten kaufen, Fans im Chat irreführende Versprechen machen oder das Passwort der Creatorin in Gruppenchats herumreichen, gefährden den Account, und das ist keine Aufteilung wert.

  • Unterer Bereich: Promotion, Social-Media-Betreuung, Koordination von S4S und Shoutouts, einfache Strategieberatung. Meist chattet die Creatorin weiter selbst.
  • Mittlerer Bereich: Chat zu vereinbarten Zeiten, PPV-Preise und Nachrichtenplanung, Fan-Notizen und Wochenberichte.
  • Oberer Bereich: lange oder 24/7-Chat-Abdeckung, Content-Planung und Shooting-Briefings, von der Agentur bezahlte Promotion, eine feste Ansprechperson und ausführliche Monatsberichte.

Welche Kosten die Agentur trägt

Aus Sicht der Agentur ist der Anteil nicht reiner Gewinn. Davon bezahlt sie meist die Chatter, oft der größte Kostenblock, dazu Teamleads, bezahlten Traffic oder Shoutouts, Software, Zahlungsgebühren und ihre eigenen Steuern. Komplettmanagement mit langen Chat-Zeiten braucht mehrere Personen pro Creatorin, deshalb liegen solche Deals am oberen Ende der Spanne.

Im Beispiel oben könnte eine Agentur mit 3.200 € Anteil etwa 1.400 € für Chatter, 500 € für Promotion und 150 € für Tools ausgeben und behielte rund 1.150 € vor Gemeinkosten und Steuern. Das sind Beispielzahlen, keine Richtwerte, aber sie zeigen, warum ein sehr niedriger Prozentsatz für einen Komplettservice ein Warnsignal ist: Entweder verliert die Agentur Geld oder sie spart irgendwo, meist an der Chat-Qualität oder an den Nachtstunden.

Creatorinnen sollten auch prüfen, welche Kosten aus ihrem eigenen Anteil kommen. Manche Verträge stellen Werbung, Content-Produktion oder Software zusätzlich zum Prozentsatz in Rechnung, und dann liegt der echte Preis deutlich über der genannten Zahl.

Wie Software-Preise die Marge beeinflussen

Software kostet weniger als Chatter, aber das Preismodell zählt. Manche OnlyFans Tools verlangen eine Provision auf den Umsatz der Creatorin oder stufen dich mit steigenden Einnahmen in höhere Preisstufen ein. Für eine Agentur, die selbst prozentual bezahlt wird, ist das ein zweiter Abzug vom selben Umsatz: Jedes Mal, wenn die Creatorin mehr verdient, nimmt auch das Tool mehr, und die Marge auf diesem Account schrumpft.

Mit Festpreisen bleiben die Kosten planbar. FansTracker zum Beispiel ist eine Desktop-App für OnlyFans Agenturen und Creator mit festen Monatsplänen nach Anzahl der Accounts, ab 29 € im Monat, ohne Provision, ohne Umsatzstufen und mit 14 Tagen Testphase ohne Karte. Sie bietet eine gemeinsame Inbox, Fan-Notizen, Aktivitätsauswertungen pro Creator und Teamrollen mit Rechten pro Account; die Synchronisierung der Einnahmen ist noch in Entwicklung. Egal, was du nutzt: Rechne die Kosten jedes Tools pro Creatorin mit den heutigen Einnahmen und mit dem Doppelten durch und schau, wie sich deine Marge verändert.

Wie Creatorinnen eine faire Aufteilung erkennen

Fair ist eine Aufteilung, wenn du genau verstehst, was du zahlst, was du bekommst und wie du wieder aussteigst. Lass dir vor der Unterschrift die folgenden Punkte schriftlich geben und vergleiche mindestens zwei Angebote nach denselben Kriterien.

Warnsignale sind garantierte Einnahmen, die Bitte, den Account auf die Agentur zu übertragen, lange Mindestlaufzeiten mit hohen Vertragsstrafen und Agenturen, die deine Auszahlungen einziehen, statt dir eine Abrechnung zu schicken. Nach den OnlyFans Bedingungen bleibst du immer Inhaberin deines Accounts. Wenn die Rechnung trotzdem nicht aufgeht, hilft dir unser Ratgeber zur Frage, ob du überhaupt eine Agentur brauchst, die Alternativen zu vergleichen.

  • Die Basis: brutto oder netto der OnlyFans Gebühr, mit Rechenbeispiel.
  • Die Leistungen, die Chat-Stunden und wer welche Arbeit macht.
  • Welche Kosten die Agentur trägt und welche aus deinem Anteil kommen.
  • Auszahlungsrhythmus, Abrechnungen und Zugang zu deinen eigenen Einnahmedaten.
  • Laufzeit, Kündigungsfrist und was mit Content und Fan-Daten passiert, wenn du gehst.
  • Ob eine Basis gilt, damit du keinen Anteil auf Einnahmen zahlst, die du schon hattest.

Quellen

Kostenloses ToolOnlyFans-GebührenrechnerDie 20% Plattformgebühr, der Agentur-Anteil, Chatter-Kosten und was Creator und Agentur wirklich behalten.

Häufige Fragen

Sind 50 % zu viel für eine OnlyFans Agentur?

Nicht unbedingt. Rund die Hälfte wird häufig für Komplettmanagement mit langen Chat-Zeiten, Promotion und Content-Planung genannt. Zu viel ist es, wenn die Agentur nur auf Social Media postet, wenn auf brutto gerechnet wird oder wenn du Werbung und Tools zusätzlich bezahlst.

Rechnet die Agentur vor oder nach der OnlyFans Gebühr ab?

Die meisten rechnen auf netto, also nach den 20 % von OnlyFans, manche aber auf brutto. Im Vertrag sollte die Basis klar stehen, mit einem Rechenbeispiel, damit du jede Auszahlung prüfen kannst.

Kann ich die Aufteilung verhandeln?

Ja. Üblich sind ein niedrigerer Satz in einer Testphase, ein Anteil nur auf das Wachstum über deinen aktuellen Einnahmen, eine Obergrenze oder ein niedrigerer Satz ab einem bestimmten Umsatz. Verhandle auch Leistungen und Ausstiegsregeln, nicht nur die Zahl.

Wer bezahlt die Chatter?

Bei den meisten Komplettmanagement-Deals die Agentur aus ihrem Anteil. Manche Verträge berechnen sie extra, also prüfe, welche Kosten enthalten sind, bevor du Prozentsätze vergleichst.

Ist ein Fixpreis besser als ein Prozentsatz?

Ein Fixpreis ist planbar und passt zu einer klar definierten Leistung, wird aber auch im schwachen Monat fällig. Ein Prozentsatz verbindet die Interessen, wächst aber mit Einnahmen, die du vielleicht ohnehin gehabt hättest. Ein Misch- oder Basismodell gleicht beides aus.

Wie schützt eine Agentur beim Wachsen ihre Marge?

Indem sie die Chatter-Kosten im Griff behält, misst, welche Promotions Fans bringen, die bleiben, und Tools wählt, deren Preis nicht mit dem Umsatz der Creator steigt. Ein fester Monatspreis nach Anzahl der Accounts hält die Softwarekosten stabil.

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